ARCHIV - Der Verleger Thomas Lardon, aufgenommen am 04.05.2012 in Berlin. In einem privaten Nachlass sind jetzt tausende Fotos, Manuskripte und Zeichnungen zur militärischen Luft- und Raumfahrttechnik in der DDR und Sowjetunion entdeckt worden. Darunter seien auch bislang nicht bekannte Bilder vom Transport eines atomaren Sprengkopfes der sowjetischen Streitkräfte im April 1959 in der Nähe von Fürstenberg/Havel (Brandenburg), teilten die Berliner Verleger Lardon und Schneider mit. Foto: Stephanie Pilick dpa/lbn (zu dpa-KORR: «Bilder von Atomwaffentransport durch die DDR entdeckt» vom 12.05.2012)

Als einer der ersten entdeckt Thomas Lardon Anfang der 1990er Jahre die Synergieeffekte zwischen Buchmarkt und Fernsehen. Durch Exklusiv-Verträge mit RTL und SAT.1 macht er aus Fernsehserien Bestseller. Bücher und Kalender zu Bands wie den „Backstreet Boys“ erreichen Millionenauflagen. Der eigens zur Vermarktung dieser Themen mit dem Axel Springer Verlag gegründete Verlag „S&L Medien-Contor“ wird im Buchhandel zum Synonym für umsatzstarke Titel.

Daneben faszinieren Lardon die Geschichten, die das Leben schreibt: Biografien bekannter Persönlichkeiten wie Hajo Friedrichs (über ein Jahr auf der SPIEGEL-Bestsellerliste), Günter Strack oder Dagmar Berghoff sind zeitgeschichtliche Dokumente.

1999 wird er Zeitschriftenverleger. Er ist Mitbegründer des Wirtschaftsmagazins „brand eins“ und baut innerhalb von nur 12 Monaten und mit schmalem Budget einen funktionierenden Verlag für dieses Objekt auf.

In Kooperation mit DaimlerChrysler, dem OTTO-Versand und der OBI AG entwickelt er vielbeachtete Buch- und Kalenderprojekte. Sein Mercedes S-Class Art Book wird mit dem Preis des Art Director Clubs ausgezeichnet, das Buch „Beine“ – in Zusammenarbeit mit Donna Karan entstanden – erhält den KODAK-Fotobuchpreis.

2003 entdeckt er eine Marktlücke im Bereich der so genannten „Nonbooks“. Da immer mehr Buchkäufer das „komplette Geschenk“ suchen und sich der Buch- und Fachhandel für neue Kombiprodukte öffnen, entwickelt er zusammen mit Claudia Lardon-Kattenbusch die „Collection Lardon“. Die im Verlag herausgegebenen Lifestyle-Bücher werden mit Zugaben versehen (von Golfbällen über Edel-Konfitüren bis hin zu mallorquinischem Wein und Rosenlikör) und in neu entwickelte Geschenkboxen verpackt. Nicht nur die Presse reagiert sehr freundlich („ein wohlüberlegtes Präsent“ schreibt die FAZ), auch die Kunden sind begeistert. Ein besonderes Highlight ist die in Zusammenarbeit mit dem Rowohlt Verlag und dessen Autor, Dr. Eckart von Hirschhausen, entwickelte GLÜCKSBOX, die eine Auflage von 160.000 Stück erreicht.

Auch die Arbeit an „großen“ Projekten findet weltweit Beachtung. Die Bildbände ROMY – DREI TAGE IM MAI und MARILYN – THE NEW YORK YEARS mit bis dahin unveröffentlichten Fotos von Romy Schneider und Marilyn Monroe erreichen Bestseller-Auflagen. Die Foto-Ausstellungen dazu in der Galerie des „Café Einstein Unter den Linden“ in Berlin werden von über 200.000 Menschen besucht und auch in den internationalen Medien (Guardian, El Pais, Le Monde, ABC, BBC, NBC) vorgestellt.

An seine erfolgreiche Zeit als Zeitschriftenverleger knüpft Lardon im Jahre 2012 mit dem Projekt „128 – Das Magazin der Berliner Philharmoniker“ an. Ein Jahr später macht er einen lang gehegten Traum wahr: eine neuartige Galerie, die nicht nur die Arbeiten internationaler Fotografen zeigt, sondern durch das zusätzliche Angebot von erlesenen Weinen, Büchern und Möbeln (moderne Klassiker) eine ganz besondere Wohlfühlatmosphäre schafft. Das wird allerdings durch die Lage begünstigt: nicht in der Großstadt, sondern im Künstlerdorf Ahrenshoop, fünfhundert Meter vomOstseestrand entfernt, liegt dieses Kleinod…